Neuer KV-Vorstand: Danke für euer Vertrauen
Ein starkes Team für das Unterallgäu
Am Dienstag, 23. den Juni haben die Mitglieder des Grünen Kreisverbands Unterallgäu einen neuen Vorstand gewählt. Für dieses Vertrauen bedanke ich mich herzlich. Vor uns liegen zwei Jahre, in denen wir als Team verlässlich zusammenarbeiten, unsere Ortsverbände stärker einbinden und grüne Politik im Unterallgäu sichtbar machen wollen.
Ein Vorstand mit unterschiedlichen Stärken
Johanna und ich übernehmen künftig gemeinsam die Aufgabe als Kreissprecher*innen. Ich freue mich sehr auf diese Zusammenarbeit, vor allem aber auch auf das gesamte Team, das jetzt Verantwortung übernimmt.
Besonders freut mich, dass Petra weiter im Vorstand bleibt. Sie kennt unseren Kreisverband, viele Mitglieder und die Arbeit in den Ortsverbänden sehr gut. Künftig kann sie sich noch stärker darauf konzentrieren, diese Verbindungen zu pflegen und auszubauen. Gerade für einen Flächenlandkreis wie das Unterallgäu ist das entscheidend.
Mit Susanne und Birgit gewinnen wir zwei motivierte Beisitzerinnen. Beide wollen Haltung zeigen, sich gegen rechts stellen und soziale Themen stärker in den Mittelpunkt rücken. Das passt gut zu dem, was grüne Politik im ländlichen Raum leisten muss: Demokratie verteidigen, Zusammenhalt stärken und darauf achten, dass niemand übersehen wird.
Und mit Peter haben wir einen neuen Kreisschatzmeister, der internationale Führungserfahrung mitbringt. Ich bin überzeugt, dass er dieses verantwortungsvolle Amt mit Ruhe, Übersicht und Verlässlichkeit ausfüllen wird.
Was wir aus den vergangenen zwei Jahren lernen können
Die letzten Monate waren voll. Bundestagswahl, Kommunalwahl, Veranstaltungen, Gespräche, Aktionen und viele Termine vor Ort. Viele Mitglieder haben dafür viel Zeit und Kraft investiert. Das war wichtig und es hat gezeigt, wie viel Engagement in unserem Kreisverband steckt.
Gleichzeitig blieb für manche Dinge zu wenig Raum: für den Austausch untereinander, für gemeinsame Planung und für die Frage, wie Kreisverband, Vorstand und Ortsverbände noch besser zusammenarbeiten können.
Genau daran möchte ich in den kommenden zwei Jahren arbeiten.
Die Ortsverbände sollen nicht erst dann erfahren, was läuft, wenn eine Richtung bereits feststeht. Wir müssen früher miteinander sprechen, Erwartungen klarer benennen und uns gegenseitig besser unterstützen. Regelmäßige Treffen mit den Vorsitzenden der Ortsverbände können dabei helfen: Was steht an? Wo braucht es Unterstützung? Welche Ideen gibt es vor Ort? Und wo können wir gemeinsam mehr erreichen?
Gemeinsam planen statt nur reagieren
Auch im Vorstand selbst wollen wir gut starten. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, realistische Absprachen und die Bereitschaft, einander zu unterstützen, wenn es einmal eng wird.
Eine gemeinsame Klausur zu Beginn der Wahlperiode kann helfen, die Grundlagen dafür zu schaffen. Wie wollen wir arbeiten? Wer übernimmt welche Aufgaben? Welche Regeln geben wir uns? Und wie sorgen wir dafür, dass gute Ideen nicht in einer Sitzung liegen bleiben, sondern umgesetzt werden?
Danach sollte es um die gemeinsame Jahresplanung gehen, möglichst zusammen mit den Ortsverbänden. Wir sollten nicht von Sitzung zu Sitzung stolpern. Wir brauchen einen Blick darauf, welche Themen wir setzen wollen, wo wir sichtbar sein müssen und welche Aktionen für das Unterallgäu wirklich sinnvoll sind.
Denn wir können etwas. Wir haben engagierte Mitglieder, Ortsverbände mit Ideen und gute grüne Antworten auf die Fragen, die die Menschen hier bewegen: bezahlbares Leben, Pflege, Mobilität, Energie, Flächenverbrauch, Ehrenamt und eine gute medizinische Versorgung im ländlichen Raum.
Verantwortung übernehmen, wenn es darauf ankommt
Für mich persönlich ist dieses Engagement auch mit einer Erinnerung verbunden. Bei der Mitgliederversammlung 2024 saß ich neben Doris aus Ottobeuren. Als gefragt wurde, ob jemand für den Beisitz kandidiert, hat sie mir auf den Oberschenkel geklopft und gesagt: „Meld dich!“
Also habe ich mich gemeldet.
Doris ist wenige Monate später verstorben. Diesen Schenkelklopfer habe ich nicht vergessen. Er erinnert mich daran, dass ein Kreisverband nur dann lebendig bleibt, wenn Menschen Verantwortung übernehmen. Gerade dann, wenn nicht alles perfekt läuft.
Mein Dank gilt deshalb allen, die kandidiert haben, und besonders Lisa, Frank und Seppi, die nicht erneut angetreten sind. Sie haben den Kreisverband in den vergangenen Jahren mit viel persönlichem Einsatz geprägt. Darauf können wir aufbauen.
Ich freue mich auf die kommenden zwei Jahre, auf gute Diskussionen, neue Ideen und darauf, gemeinsam mit dem neuen Vorstand, unseren Mitgliedern und den Ortsverbänden etwas für das Unterallgäu zu bewegen.
Die vorbereitete Rede zum Nachlesen
Die vorbereitete Bewerbungsrede konnte bei der Mitgliederversammlung wegen des Gesprächsformats nicht in dieser Form gehalten werden. Sie steht hier als PDF zum Nachlesen bereit.